Rundfunk

Bavarian Blues - Wenn bayerische Autoren Weltverdruss spüren

Der Autor Bernhard Setzwein hat sich bei seinen bayerischen Kollegen umgesehen und ist unter anderem bei Herbert Achternbusch, Oskar Maria Graf, Lena Christ und Kristina Schilke fündig geworden. 



Mystikerin Resl von Konnersreuth - Wie eine Oberpfälzer Bauernmagd weltberühmt wurde

Blutende Augen, Wunden an den Händen und angeblich jahrzehntelang kaum Essen: Das ist die Geschichte der Oberpfälzer Bauernmagd Theres Neumann, die wegen ihrer Stigmata als Resl von Konnersreuth berühmt wurde. Was kaum jemand weiß: Ihr Schicksal sollte als Vorlage für einen Hollywood-Film von Starregisseur Max Reinhardt dienen. 



Schwammerl-Narrische – Geschichten von Gift- und Glückspilzen

Zwischen Stein- und Satanspilz: Schmackhafte Schwammerl haben wird zum Fressen gern, giftige werden uns gefährlich. Pilze zu suchen, kann eine Sucht werden - sie zu finden, ein rauschhaftes Erlebnis. Und aus manchen kann man sogar Hüte machen.



Ein Ur-Bayer wird US-Bürger Oskar Maria Grafs Ode auf New York

Oskar Maria Grafs Roman "Das Leben meiner Mutter" ist ein Stück Weltliteratur aus Bayern, doch fast drei Jahrzehnte seines Lebens hat er in Manhattan verbracht. Seine alte Heimat hat er nie vergessen, New York aber hat er geliebt.



Heimat loben ist nicht schwer - was Heimatpfleger tun

In Bayern liebt man die Heimat. Man lobt sie, wo es nur geht. Ja, man richtet ihr sogar extra ein "Ministerium für Heimat" ein. Ist denn in Bayern alles Heimat? Und vor allem: Was ist unter Heimat eigentlich zu verstehen?



Literaturtourismus in Nordbayern

"Wer den Dichter will verstehen, muss in Dichters Land gehen." Goethes Ratschlag wäre der ideale Werbeslogan für einen Trend, der in den letzten Jahren immer mehr Anhänger findet: Literaturtourismus.



Der Oberpfälzer Autor Werner Fritsch

Würde das Oberpfälzer Stiftland nach den Büchern, Filmen, Theaterstücken und Hörspielen von Werner Fritsch gestaltet werden, es sähe in der Tat völlig anders aus. Die Neubauviertel mit ihren Wäldern aus Satellitenschüsseln, die auch hier längst beweisen, dass die Globalisierung Einzug gehalten hat, würden verschwinden. Alle Schneisen und Wunden, die der Landschaft geschlagen wurden, müssten geheilt werden. Etwas mehr Geheimnis zöge wieder ein.



Bayerische Berufungen und Instanzen "Der Scharfrichter"

morgen, 04.07.2020

08:05 bis 09:00 Uhr

 

Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2

Als Podcast verfügbar

 

Seit über 150 Jahren, wenn es auf dem Münchner Oktoberfest heißt "Auf geht's beim Schichtl", vollzieht "Ringo, der Schreckliche" eine grausame Prozedur: Mittels einer Guillotine enthauptet er Freiwillige aus dem Publikum. So wird eine Gestalt dem schenkelklopfenden Gaudium preisgegeben, die jahrhundertelang die Menschen in Angst und Schrecken versetzte: der Scharfrichter. Auch in Sketchen Karl Valentins treibt er sein Unwesen, etwa in der Szene "Die Schlamperei". Ausgerechnet am Todestag des Komikers, dem 9. Februar 1948, wurde vor der Münchner "Spruchkammer IV" Johann Reichart, dem letzten Scharfrichter Bayerns, für seine Rolle in der NS-Zeit der Prozess gemacht. Er kam auf die monströse Zahl von 3165 Hinrichtungen. Am Ende seines Lebens war er ein gebrochener Mann.